Dramen: Caligula / Das Mißverständnis / Der Belagerungszustand / Die Gerechten / Die Besessenen

Dramen: Caligula / Das Mißverständnis / Der Belagerungszustand / Die Gerechten / Die Besessenen

Autor : Albert Camus,guido G. Meister
Geschlecht : Bücher, Literatur & Fiktion, Dramatik,
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Dramen: Caligula / Das Mißverständnis / Der Belagerungszustand / Die Gerechten / Die Besessenen

Über den Autor und weitere Mitwirkende Albert Camus wurde am 7. November 1913 in ärmlichen Verhältnissen als Sohn einer Spanierin und eines Elsässers in Mondovi, Algerien, geboren. Von 1933 bis 1936 studierte er an der Universität Algier Philosophie. 1934 trat er der Kommunistischen Partei Algeriens bei und gründete im Jahr darauf das «Theater der Arbeit». 1937 brach er mit der KP. 1938 entstand sein erstes Drama «Caligula», das 1945 uraufgeführt wurde. Camus zog 1940 nach Paris. Neben seinen Dramen begründeten der Roman «Der Fremde» und der Essay «Der Mythos von Sisyphos» sein literarisches Ansehen. 1957 erhielt Albert Camus den Nobelpreis für Literatur. Am 4. Januar 1960 starb er bei einem Autounfall. Das Gesamtwerk von Albert Camus liegt im Rowohlt Verlag vor. Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten. ERSTER AUFTRITT Patrizier, darunter ein Greis, stehen in einem Saal des Palastes beisammen. Sie lassen Unruhe erkennen. ERSTER PATRIZIER: Immer noch nichts. DER ALTE PATRIZIER: Morgens nichts, abends nichts. ZWEITER PATRIZIER: Seit drei Tagen nichts. DER ALTE PATRIZIER: Kuriere gehen, Kuriere kommen, sie schütteln den Kopf und verkünden: «Nichts.» ZWEITER PATRIZIER: Die ganze Umgebung ist abgesucht worden. Nichts zu wollen. ERSTER PATRIZIER: Warum sich im voraus ängstigen? Warten wir ab. Vielleicht kommt er zurück, wie er gegangen ist. DER ALTE PATRIZIER: Ich habe ihn gesehen, als er den Palast verließ. Sein Blick war seltsam. ERSTER PATRIZIER: Ich war dabei und habe ihn gefragt, was ihm fehle. ZWEITER PATRIZIER: Hast du eine Antwort erhalten? ERSTER PATRIZIER: Ein einziges Wort: «Nichts.» Pause. Helicon tritt ein; er ißt Zwiebeln. ZWEITER PATRIZIER immer noch unruhig: Es ist besorgniserregend. ERSTER PATRIZIER: Ach was, junge Leute sind eben so. DER ALTE PATRIZIER: Natürlich! Mit dem Alter gibt sich alles. ZWEITER PATRIZIER: Glaubst du? ERSTER PATRIZIER: Wir wollen hoffen, daß er vergißt. DER ALTE PATRIZIER: Selbstverständlich! Er braucht nur die Hand auszustrecken und hat an jedem Finger eine. HELICON: Und woraus schließt du, daß es sich um Liebe handelt? ERSTER PATRIZIER: Worum denn sonst? HELICON: Die Leber vielleicht. Oder ganz einfach der Ekel, euch alle Tage sehen zu müssen. Man vermochte seine Zeitgenossen so viel leichter zu ertragen, wenn sie hin und wieder eine neue Visage aufsetzen könnten. Doch nein, die Speisekarte bleibt sich immer gleich. Jederzeit dasselbe Frikassee. DER ALTE PATRIZIER: Ich ziehe es vor, anzunehmen, es handle sich um Liebe. Das spricht das Gemüt besser an. HELICON: Und vor allem ist es beruhigend, nicht wahr, so viel beruhigender! Es ist die Art Krankheit, die weder die Gescheiten noch die Dummen verschont. ERSTER PATRIZIER: Auf jeden Fall dauert ein Kummer zum Glück nicht ewig. Seid ihr etwa fähig, länger als ein Jahr zu leiden?

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